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Transsilvanische Geschichten Wolfgang Klein

Transsilvanische Geschichten

Wolfgang Klein

Published March 14th 2012
ISBN :
Kindle Edition
204 pages
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 About the Book 

Was die Welt Rumänien zu verdanken hat.Rumänien, 237.000 Quadratmeter Naturschönheit und kulturelle Herrlichkeit in einem lauschigen Winkel Südosteuropas. Hier sagen sich noch Marderhund und Steppeniltis gute Nacht, hier grasen Skinken und Blindmäuse durch die wilde Walachei und Mufflons bevölkern die Hänge des stolzen Moldoveanu, der 2543 Meter in den Himmel ragt. Rumänien, von der Donau durchflossen und vom Meer geküsst, Land der Edelkastanien und Walnüsse, mondäner Badeort römischer Kaiser und Heimat mystischer Fledermausmenschen. Wem klingen nicht die Ohren, wenn er von den Karpaten hört und von Siebenbürgen, von Transsilvanien und dem Schwarzen Meer? Wer denkt da nicht an die weiße Pracht klirrend kalter Winter und sonnendurchflutete Hügellandschaften in goldenen Sommern? Wer denkt da nicht an finstre Festen in dunklen Forsten, in denen untote Grafen ihr Unwesen treiben? Schon die alten Daker, Vorfahren der heutigen Rumänen, wussten um die grandiose Kulisse dieses Landes. Später zog es Ungarn und Deutsche nach Rumänien, Serben und Türken.Und wie reich hat dieses Land die Welt beschenkt: Wer kennt sie nicht, die vielen berühmten Gewichtheber mit ihren ernsten, rotwangigen Gesichtern und ihren fröhlichen Herzen? Wer kennt nicht jene adretten, schnurrbärtigen Leichtathletinnen, das Rückgrat der rumänischen Armee? Oder jene mikroskopisch kleinen Bodenturnerinnen, die durch eine Laune der Natur mit 29 noch aussehen wie 13jährige und die uns mit ihren akrobatischen Kunststückchen alle vier Jahre bei der Olympiade erfreuen? Wer kennt nicht Nadia Comaneci, den Flummi aus Onesti, eine der erfolgreichsten Athletinnen in der Geschichte des Kunstturnens? Oder wer kennt nicht Peter Maffay, die rumänische Wanderwarze, der eigentlich Peter Alexander Makkay heißt und in Kronstadt geboren wurde? Wer kennt nicht den Geigenvirtuosen George Enescu oder Eugène Ionesco, den Meister des absurden Theaters. Wer kennt nicht Vasile Alecsandri, den Lyriker und Dramatiker, oder Mihail Eminescu, den Romantiker, und Ion Luca Caragiale, den bürgerlichen Satiriker?Wenn man an Rumänien denkt, dann denkt man als Deutscher auch an die vielen sächsischen Auswanderer, die den Verheißungen von einem besseren Leben gefolgt sind und das zerstrittene und darbende Deutsche Reich vor vielen Hundert Jahren verließen, um sich in jenem südöstlichen Zipfel Europas niederzulassen. Sie kultivierten die Böden, bauten Burgen und Kirchen und gründeten Städte- Städte wie Hermannstadt, geprägt von Textilindustrie und Landmaschinenbau, Sitz zweier Bischöfe – und Heimat Wolfgang Kleins. Wenn man sich betrachtet, was die Welt Rumänien zu verdanken hat, kommt man nicht umhin, diesen Genius der zivilisierten Thekenplauderei, diesen meisterhaften Schwadroneur und lustvollen Erzähler zu erwähnen. Und doch unterscheidet ihn etwas von den meisten zuvor geschilderten Geschenken Rumäniens an die Welt: Wolfgang Klein ist gewissermaßen ein Re-Import, er stammt von rumänischen Deutschen ab, wurde in Rumänien geboren, sozialisiert, entjungfert und verheiratet und kam nach Deutschland, um hier insbesondere die Stadt Mainz mit seinen Ideen und seiner Tatkraft zu beschenken. Wolfgang Klein, das ist genealogisch betrachtet so etwas wie der Peter Maffay der Mainzer Literaturszene. Was hat der Mann nicht alles schon in seinem Leben betrieben: Das kultige Caveau, das lauschige Quartier, den Löwen in Mainz-Gonsenheim und nicht zuletzt eine ungemein produktive Schreibwerkstatt. Wolfgang Klein schreibt Geschichten wie andere Leute Einkaufzettel. Man fragt sich, woher der Mann soviel Zeit hat.